Katharina Meichtry

"Reichtum verpflichtet - Armut auch"

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Seit über hundert Jahren wird der Kirchensonntag gefeiert. Der Gottesdienst vom vergangenen Sonntag wurde ausschliesslich von Laien gestaltet – und auch die Jugend kam zu Wort.
Am 1. Februar 1913 fand der allererste Kirchensonntag im Kanton Bern statt. Auf Anregungen von Pfarrer Lörtscher beschloss die Synode der evangelisch reformierten Kirche, diesen einzuführen. Ziel des Kirchensonntags war damals, «allen Kirchengliedern zu Bewusstsein zu bringen, was wir sowohl an der Kirche als Ganzem als auch an der einzelnen Kirchgemeinde haben». Der Einbezug von Laien war bereits damals ausdrücklich erwünscht. Seither feiern die reformierten Kirchen Bern-Jura-Solothurn (refbejuso) den Kirchensonntag immer am ersten Februar des Jahres.
SchülerInnen halfen mit
Am Sonntag, 3. Februar war in Frutigen ein Team aus Mitgliedern des Kirchgemeinderates und Mitarbeiterinnen des Claro-Weltladens für den Gottesdienst verantwortlich. Ursula Hari, Kristina Klopfenstein, Margret Ruchti und Urs Rohr hatten sich mit dem von refbejuso vorgegebenen Thema «Reichtum verpflichtet – Armut auch» auseinandergesetzt.
Der Gottesdienst begann um 17 Uhr, und trotz des misslichen Winterwetters fanden sich einige Besucher in der Kirche Frutigen ein. Zur Eröffnung spielte die Gruppe «Lied-Spiel» unter der Leitung von Georg Bircher. Danach kamen die Jungen zu Wort. Die Klasse 7b von Res Häusler hatte sich Gedanken zum Thema gemacht und trug diese vor. Der Einbezug der Schüler machte klar, dass Gottesdienste nicht nur für ältere Generationen gedacht sind, sondern Jung und Alt immer herzlich willkommen sind.
Gleichermassen arm und reich
Obwohl der Kirchensonntag von Laien gestaltet wurde, unterschied er sich sonst nicht von einem «normalen» Gottesdienst. Die Äusserungen zum Thema «Reichtum verpflichtet – Armut auch» regten jeden Kirchenbesucher zu eigenen Überlegungen an. Dabei wurde klar, dass alle gleichermassen arm und reich sein können, ganz unabhängig von der finanziellen Situation. Letztlich geht es darum, wie viel jeder nach seinem Können und seiner Begabung geben und nehmen kann.
Brigitte Rieder stellte dann auch noch das Projekt «Senioren für Senioren» vor und machte darauf aufmerksam, dass stets neue Helfer für dieses Freiwilligenangebot gesucht werden. Nach dem Gottesdienst waren alle Besucher zum Imbiss im Kirchgemeindehaus eingeladen.
Beim gemütlichen Zusammensein hatten alle die Gelegenheit, sich zum eben Gehörten auszutauschen. Das «Znacht» wurde bewusst einfach gehalten, und die damit eingesparten Kosten werden der «Suppenküche» gespendet.

Text und Fotos: Monya Schneider
Erschienen im Frutigländer am 6. Februar 2019
Bereitgestellt: 06.02.2019     Besuche: 24 Monat 
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