Rainer Huber

Ihr seid das Salz der Erde

20210602_210437 (Foto: Cornelia Wittwer)

Konfirmandenlager in Buchberg Rüdlingen
Rainer Huber,
Am 2. Juni war es wieder so weit: 32 Konfirmanden trafen sich am Morgen auf dem Bahnhof Frutigen, um gemeinsam ins Konfirmandenlager zu fahren. Die erste grössere Konfirmandenreise in der Zeit der hoffentlich abklingenden Corona Pandemie. Können wir fahren? Sind alle gesund? Fragen schwangen mit und hatten offene Absprachen zur Folge. Doch es funktionierte alles fast vollständig. 1 Teilnehmer musste wegen Fieber absagen und 2 Konfirmandinnen kamen wegen Übelkeit am Abend nachgereist. Insgesamt ein reibungsloser Start mit einer fröhlichen Jugendschar.
Im Haus angekommen waren alle schnell auf 2 – 4 Personen Zimmer verteilt. So konnten wir noch vor dem Mittagessen mit einer kleinen Begrüssungs- und Themenrunde starten. Das Wetter spielte mit, so trafen wir uns meist auf den schattigen Wiesen hinter dem Haus.

Der Nachmittag stand unter der Überschrift: Glauben gestalten. Mit selbst gefundenen kleinen Naturalien, Leim und Farbe entstanden interessante Bilder, die in den folgenden Tagen im Kirchgemeindehaus ausgestellt werden und zu denen es demnächst eine Bilderpredigt im Gottesdienst gibt.

Am Abend brach eine kleine Gruppe zügig zur Kirche Buchberg Rüdlingen auf, um gemeinsam die Taufe von Nayeli Uzo zu feiern. Etwas später folgten alle weiteren Konfirmanden zu einer gemeinsamen Andacht mit dem Thema: Ihr seid das Salz der Erde. Salz, eben noch Spielobjekt um die Getränke von Tischnachbarn zu „würzen“, wurde nun ganz neu zum Gegenstand des Nachdenkens. Anschliessend ging der Weg weiter zum Lindenhof, einer Besenbeiz, die einen Nachtimbiss vorbereitet hatte. Gestärkt und unternehmungslustig wanderten die Konfirmanden in kleinen Gruppen zum Haus zurück, um sich dort noch ein wenig ins Nachtleben zu stürzen.

Der nächste Tag kam und mit ihm ein straffes Programm. Wir hatten Besuch von der Flüchtlingshilfe Bern und ihren Mitarbeitern. In kleinen Gruppen kamen wir mit je einem Flüchtling aus dem Kongo und Kirgistan ins Gespräch und erfuhren viel über die Aufnahme von Flüchtlingen in der Schweiz. Schnell war der Morgen verflogen und schnell musste auch das Mittagessen eingenommen werden, denn es ging gleich weiter nach Schaffhausen.

In 2 Gruppen führte uns die Munotwächterin Karola Lüthi durch die eindrückliche Festungsanlage. Eine kurze Fahrt brachte uns an den Rheinfall in Neuhausen, dessen eindrucksvolles Wasserspiel und 26 Grad Wärme die Sehnsucht nach Wasser anstachelten. Bevor wir weiteres unternehmen konnten, meldete sich der Pizzamann mit der bestellten Lieferung. Er hatte es sehr eilig und so leider einige Pizzen in der Küche stehen lassen. Zum Ausgleich brachte er daraufhin die doppelte Menge als „gratis Entschädigung“. Kaum waren alle gesättigt, wagten sich ein paar wenige ins Wasser, andere wählten das Brunnenwasser zur gegenseitigen Erfrischung. Leer getrunkene Wasserflaschen wurden zu Spritzflaschen und schon bald war eine wilde Wasserschlacht im Gange, bei der einige vollständig durchweicht wurden. Bei dieser Wärme und den Reservesachen im Gepäck zum Glück kein Problem.

Im Haus angekommen war Zeit zum spielen bis es dunkel wurde. Langsam wurden 2 Lagerfeuer entzündet um pünktlich um Mitternacht hörte man den Gesang “Happy Birthday“. Natürlich wurde gemütlich in den Geburtstag hinein gefeiert. Dann nahm die Nacht ihren Lauf, so wie es sich halt für eine „letzten Nacht“ gehört.

Eine müde Schar mobilisierte am Freitag morgen ihre Kräfte für ein paar letzte thematische Inputs zur Bergpredigt und zu Gottesbildern. Zwischendurch verhinderten kleine Pausen mit Bewegung das Nachholen des versäumten Nachtschlafs.

Erschöpft und zufrieden traten wir nach dem Mittagessen die Heimreise an. Einen besonderen Dank gebührt Sandor Hossmann und Cornelia Wittwer für die Begleitung und Mitgestaltung des Konfirmandenlagers.
Bereitgestellt: 05.06.2021     Besuche: 44 Monat 
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