Nacht ohne Dach – ein unvergessliches Erlebnis

Nun war es endlich soweit und das Projekt «Nacht ohne Dach» konnte am Wochenende bei strahlendem Sommerwetter durchgeführt werden.
Sarah Gyger,
Bereits vor dem Mittag herrschte emsiges Treiben im und ums Kirchgemeindehaus: es wurde eingerichtet, aufgestellt, vorbereitet. Schliesslich kamen die ersten Teilnehmenden der Nacht ohne Dach (NoD) um kurz nach 13.00 Uhr auf dem Gelände an. Nach einer gemeinsamen Begrüssung wurden alle für ihre Aufgaben instruiert.
Jeder hatte eine oder mehrere Posten zu betreuen, die jeweils unter Aufsicht von Erwachsenden standen. So galt es in der Kaffeestube und der Bar Getränke auszuschenken, Kuchen zu verkaufen, bei den Spielposten musste instruiert und erklärt werden und die Reporter waren mit der Kamera unterwegs. Es war ein fröhliches Miteinander, das schöne Wetter trug wesentlich zur guten Stimmung bei. Viele Eltern und Verwandte sind auch gekommen, um die Auftritte der crossways-Tanzgruppen zu geniessen und das Können ihrer Kinder zu bewundern.
Die Beiträge für Spiele, Kaffee- und Kuchen, Getränke & Co. wurden am Ende des Nachmittags gesammelt. Es kam eine schöne Summe zusammen, welche TearFund überreicht werden konnte. Das Geld fliesst in ein Berufsbildungsprojekt in Peru, wobei Jugendliche die Möglichkeit erhalten eine Ausbildung zu machen, so dass sie der Armut und einem Leben auf der Strasse entfliehen können (weitere Infos unter https://www.tearfund.ch/laender-und-projekte/peru).
Nach dem gemeinsamen Aufräumen und einem kurzen Spiel durften die Teilnehmenden der NoD ihre Kartonhütten aufbauen – das war ein Erlebnis! Da wurde fleissig geklebt, gehämmert, gebastelt, so dass am Ende jede Gruppe einen Schlafplatz für sich hatte. Währenddessen brodelte schon das Abendessen über dem Feuer für die ganze Gruppe. Beim Input von Fiona Huder, TearFund und Begleitung der NoD, erfuhren die Jugendlichen mehr zum Thema Armut und durften auch ihre vielen Fragen stellen. Sie waren sehr interessiert dabei. Nach einer gemeinsamen Andacht in der Kirche war es soweit, dass die Hütten bezogen werden konnten. Die Nacht war kurz und gegen morgen auch etwas kühl.
Doch vor dem Frühstück mussten zuerst die Zutaten dafür gesucht werden – schliesslich haben Strassenkinder auch nicht einfach ein Buffet im Haus nebenan. Frisch gestärkt ging es dann zum Abschlussgottesdienst in die Kirche.
Dort waren viele Familienangehörige und Interessierte zusammengekommen um gemeinsam Gottesdienst zu feiern. Unter der Leitung des Jugendgottesdienst-Teams, mit Auftritten von roundabout und einer Interviewrunde mit Teilnehmenden der NoD kam ein buntes Programm zusammen. Thomas Stahl, CEO von TearFund, vertiefte mit uns das Gleichnis von den Arbeitern im Weinberg. Musikalisch umrahmte der Gottesdienst die Spiritband mit Liedern in Mundart und englisch.
Nach dem Gottesdienst waren alle zufrieden aber auch müde und froh, einen freien Nachmittag vor sich zu haben.
Ein herzliches Dankeschön allen, die in irgendeiner Art und Weise das Projekt unterstützt und mitgeholfen haben, diesen Anlass durchzuführen!


Erlebnisberichte von Andrin, Liona, Kira und Mira (5.Klasse)
Heute ist ein Spiel- und Spassnachmittag mit Schokokussschleuder, Fahrrad putzen, Drinks, schnitzen und Süssigkeiten essen in vollem Gange. Anfangs hatte es keine Leute, aber jetzt kommen immer mehr. Bei diesem Anlass wird Geld gesammelt für Jugendliche in Peru. Die beim Eingang gekauften Jetons kann man bei den Posten einlösen. Es wird viel gespielt und gelacht. Die Tanzaufführung um 15.00 Uhr war ein Highlight – eines von Vielen an diesem Nachmittag.
Bereitgestellt: 14.06.2022     Besuche: 57 Monat 
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