Sarah Gyger

20'000 bunte Dominosteine…

Mit Fingerspitzengefühl (Foto: Martin Wenger)

…standen am Freitag, 17. April fürs Familienprojekt 2026 bereit.
Sarah Gyger,
Auftakt machte der Jugendabend mit gemeinsamem Pizzaessen. 11 Jugendliche hörten einen kurzen Input, nach dem sie sich im Turmbau mit Karton, Klebeband und PET Flaschen geübt hatten. Sie beschäftigen sich mit der Frage: Wo kann ich einen Teil zum grossen Ganzen beitragen? Ihre Gaben schrieben sie anschliessend auf grosse Dominosteine. Erfreut ging es dann zum Bauen in den Kirchgemeindesaal und die ersten kreativen Werke entstanden.

Am Samstagmorgen durften sich dann die Familien im Bauen wagen. Nach einer kurzen Einführung durch Jonas Oswald von SwissDominoEffect GmbH (SDE) begann der Bauspass. SDE lieh uns die Dominosteine und stellte uns mit Jonas und einem Online-Portal ihr wertvolles Know-How zur Verfügung. Nach einer Pause vertiefen wir uns im ersten Input in eine Baugeschichte: die Geschichte vom Turmbau zu Babel.
Vor dem Mittag begann der Bau der vierseitigen Pyramide in der Kirche. Nach einem gelungenen Start stürzte das Bauwerk zum ersten Mal ein – noch einmal von vorne! Auch unten im Saal wurde fleissig weiter gebaut und das eine und andere musste mehrmals aufgebaut werden. Es brauchte viel Fingerspitzengefühl und Geduld diese kleinen Steine in Reih und Glied zu bringen. Willkommen war da die Mittagspause, wo sich alle stärken und das generationenübergreifende Miteinander geniessen konnten. Das schöne Wetter spielte mit und auf dem Rasen wurde gespielt und gechillt.
Beim zweiten Input stand eine Geschichte zum Staunen im Fokus: die Brotvermehrung aus dem Matthäusevangelium. Nachdem zuerst Rätsel gelöst werden musste, hörten alle die Geschichte und durften sich überlegen, welche zwei Brote und fünf Fische wir Gott zur Verfügung stellen können – was können wir ihm geben, damit daraus etwas Grösseres entstehen kann?
In der letzten Bauphase war dann der Nervenkitzel hoch – die Befürchtung, dass plötzlich alles umstürzen könnte stieg. Nach und nach wurde noch fertig gebaut, Lücken gefüllt und bis zum Ende «geknübelt». Erleichtert ging es nach einem feinen Zvieri dann nach Hause.

Der gemeinsame Gottesdienst am Sonntagmorgen läutete schliesslich das Ende des Familienprojektes ein. Pfr. Rainer Huber nahm uns mit in das Gleichnis vom Sämann, der auf vier verschiedene Ackerböden sät – passend zur vierseitigen Pyramide, welche alle mitgeholfen hatten zu bauen. Sie war dann auch das erste Bauwerk, welches durch einen Impuls eingestürzt wurde – faszinierend, wie Stein für Stein innert Sekunden zusammenfiel.
Nach einem feinen Imbiss im Kirchgemeindehaus stieg die Spannung: vorsichtig verteilten sich die Leute im Saal und warteten gespannt auf das Einstürzen. Bahn für Bahn, Bauwerk für Bauwerk stürzte nun in wenigen Sekunden ein. Das farblich bunte Schauspiel wurde begleitet von vielen «Ohs» und «Ahs».
Dank der vielen helfenden Hände ging das Zusammenräumen fast so schnell wie das Einstürzen und zurück blieben Erinnerungen an ein ereignisreiches, schönes und wertvolles Familienwochenende.

Ein herzliches DANKE allen Beteiligten und insbesondere allen HelferInnen, die dieses Wochenende ermöglicht haben.

Bereitgestellt: 21.04.2026     Besuche: 70 Monat 
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