Abschiedsgottesdienst Pfarrer Christian Gantenbein
Am Sonntag, 31. Mai verabschiedete die Kirchgemeinde Christian Gantenbein. Er war 19 Jahre lang Pfarrer in Frutigen. Jetzt wird er pensioniert und geht in den wohlverdienten Ruhestand.
Musikalisch wurde der Gottesdienst vom Kirchenchor, von Jonas Marti mit Trompete und Willy Heger an der Orgel bereichert. Nach der Feier lud die Kirchgemeinde die Gemeindeglieder und Gäste zu einem feinen Mittagessen im Kirchgemeindehaus ein.
Katharina Meichtry,
Zum vorläufig letzten Mal betrat Christian Gantenbein die Kanzel um seine Predigt zu halten. Die Kirche Frutigen war fast bis auf den letzten Platz besetzt. Der Gemeindegesang erklang wunderbar und mächtig. Während der Predigt war es mucksmäuschenstill. Die Besucher lauschten den eindrücklichen Worten von Pfarrer Gantenbein aufmerksam. Das Thema der Predigt lautete: "Vielseitige Nahrung fürs Leben". Sowohl im Alltag als auch in der Bibel geht es zunächst einmal um die Nahrung für den Leib. "Gib uns heute unser tägliches Brot", so beten wir im Vaterunser. Neben dem Körper braucht der Mensch auch Nahrung für seine Seele. Darum sagt Jesus: "Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern von jedem Wort, das aus dem Munde Gottes kommt."
Auch in Gantenbeins Lebensrückblick mit vielen eindrücklichen Fotos war die Nahrung Thema. Er ist im St. Galler Rheintal aufgewachsen, hat eine Ausbildung zum Bäcker-Konditor gemacht und später auf dem zweiten Bildungsweg das Theologiestudium absolviert. Sein Beruf führte ihn nach Diemtigen und von dort nach Frutigen, wo er am 1. Mai 2007 seine Stelle als Pfarrer antrat – zusammen mit seiner Frau Brigitte. Sie war ihm stets eine grosse Stütze, erledigte viel Büroarbeit und begleitete ihn in die Seniorenferien. Sie sind ein eingespieltes Team, das sieht und spürt man.
Christian hat in der Kirchgemeinde Frutigen vieles angestossen und bewegt. Der Kontakt zu seinen Mitmenschen, die Gespräche und die Anteilnahme an ihrem Wohlergehen waren ihm wichtig. Er hatte immer ein offenes Ohr. Der Glaube gab ihm Orientierung. In seine Predigten flocht er jeweils Aktuelles aus dem Weltgeschehen ein und vertrat konsequent seine Meinung. Man spürte, dass er glaubte, was er predigte.
Präsidentin Christine Egger würdigte seine Arbeit für und in der Kirchgemeinde. Sie dankte ihm für seinen unermüdlichen Einsatz und die stets gute Zusammenarbeit. Auf Christian war immer Verlass. Nun beginnt für ihn ein neuer Lebensabschnitt. Dazu wünschte ihm die Präsidentin im Namen aller viel Glück und Musse, Gesundheit und Gottes Segen.
Möge die Straße Dir entgegeneilen,
möge der Wind immer in deinem Rücken sein.
Möge die Sonne warm auf dein Gesicht scheinen
und der Regen sanft auf deine Felder fallen.
Und bis wir uns wiedersehen,
halte Gott dich im Frieden in seiner Hand.
Möge die Sonne deine Tage hell erstrahlen lassen,
Mögen die Sterne deine Nächte erleuchten.
Mögen die Blumen entlang deines Weges blühen
Und dein Haus dem Sturm widerstehen.
Und bis wir uns wiedersehen,
halte Gott dich im Frieden in seiner Hand.
Irischer Segenswunsch